Projektzeitraum: 2024 – voraussichtlich 2027
Projektförderung: Gefördert durch die Dr. Theo + Friedl Schöller Stiftung
Virtuelle Meetings nehmen inzwischen einen beträchtlichen Anteil der Arbeitszeit vieler Beschäftigter ein. Sie dienen nicht nur dem Austausch von Informationen und der Koordination von Aufgaben, sondern erfüllen darüber hinaus wichtige soziale und organisationale Funktionen. Meetings ermöglichen es Mitarbeitenden, sich aktiv einzubringen, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und ein Verständnis für organisationale Prozesse und Ziele zu entwickeln. Gleichzeitig werden virtuelle Meetings jedoch häufig als ineffektiv und erschöpfend wahrgenommen. Insbesondere seit der Corona-Pandemie hat die Bedeutung virtueller Meetings deutlich zugenommen, wodurch auch Herausforderungen wie Erschöpfung stärker in den Fokus gerückt sind.
Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung einer Feedbackintervention zur Verbesserung virtueller Meetings, die auf einer Echtzeiterfassung von Verhalten im Meeting und deren unmittelbare Rückkopplung an die Teilnehmenden beruht. Während bisherige Ansätze vor allem Redeanteile oder Sprecherwechsel analysieren, soll im Rahmen dieses Projekts zusätzlich die funktionale Qualität von Meetingbeiträgen betrachtet werden. Dabei sollen sowohl funktionale als auch dysfunktionale Verhaltensweisen während eines Meetings berücksichtigt werden. Darüber hinaus soll untersucht werden, wie sich die Feedbackintervention auf die Meetingzufriedenheit und das Kommunikationsverhalten auswirkt und inwiefern automatisierte Verfahren für die Analyse virtueller Meetings genutzt werden können.